Durch die Verwendung von flüssigem Silikongel, von Brustimplantaten ohne Langzeitergebnisse (Sojaöl, Hydrogel), durch den unsachgemäßen Umgang mit Implantaten (manuelle Kapselsprengungen) und die vermeintlich krankmachenden Einflüsse des Silikonmaterials, geriet die Brustvergrößerung in die Schlagzeilen.

Ein halbes Jahrhundert nach den ersten Silikonprothesen können wir auf entscheidende Weiterentwicklungen der Implantate zurückblicken: stabilere Hülle, texturierte Oberfläche, tropfenförmiges Profil sowie die Verwendung von kohäsivem, schnittfesten Silikongel. Mit Silikongel gefüllte Implantate fühlen sich natürlicher an und machen mehr als 95% der Brustimplantate aus, die derzeit in Europa zum Einsatz kommen. Die heutigen Brustimplantate mit dem EU-Gütesiegel geben dem Patienten ein Höchstmaß an Sicherheit.

Umfangreiche wissenschaftliche Studien während der letzten Jahre wiesen keinerlei Zusammenhang zwischen Silikongelimplantaten und Brustkrebs oder Autoimmunerkrankungen (z.B. Rheuma) nach. Silikon, welches aus Silizium hergestellt wird, ist ein alltäglich vorkommender Stoff, der gut biokompatibel, immunologisch inaktiv und nicht toxisch ist. Es gibt weder Einwände bei späteren Schwangerschaften, dem Stillen oder bei Tätigkeiten wie Fliegen und Tauchen.

Die texturierten Hüllen zeigen in Langzeitstudien geringste Raten an Kapselfibrosen, welches bei den älteren glattwandigen Prothesen noch eine häufige Komplikation darstellte.


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